Kalyani

Von Gewürzen, Garten und gelebter Gemeinschaft


„Die Tür steht hier immer offen“, sagt Kalyani, während wir durch ihren bunten Garten in Matalapitiya gehen. Vögel zwitschern, Insekten summen, und überall wächst etwas: Gewürznelken, Muskatblüte, Muskatnuss, Ingwer und Kurkuma. Nimal, ihr Ehemann, schneidet eine Jackfrucht vom Baum. „Für das Mittagessen“, sagt er lächelnd, und man spürt sofort die Freude an all dem, was hier aus eigener Hand entsteht.

STECKBRIEF KALYANI:

  • Wohnort: Matalapitiya, Sri Lanka
  • Familie: zwei Töchter, ein Sohn, vier Enkelkinder, Ehemann Nimal
  • Beruf: Kräuterbäuerin und Besitzerin des Dorfladens

Frisch aus dem eigenen Garten

Auf der kleinen Veranda serviert Kalyani das Mittagessen, alles direkt aus dem Garten. „Wir bauen alles selbst an und stellen unsere Kräuterpasten selbst her“, erzählt sie stolz. „Den größten Teil unserer Ernte verkaufen wir an MA’s, die Fabrik, die daraus eure Kräuterpasten herstellt. Seit letztem Monat haben wir auch einen Dorfladen, um alles direkt hier im Dorf zu verkaufen, denn der nächste Supermarkt ist weit weg.

Kalyani in ihrer Küche.

Kalyani & Fairtrade Original

Fairtrade spielt eine große Rolle in ihrem Alltag. Vor einigen Jahren hat Kalyani einen Zukunftsplan erstellt, um Fairtrade-zertifiziert zu werden. „Wir haben Entwässerungsgräben angelegt, das Land geebnet und gesäubert“, erklärt sie. „Hast du das Solarpanel im Garten gesehen? Damit läuft unser Bewässerungssystem.“ Auch die kleine Steinmauer neben dem Wasserkanal zeigt, wie sorgfältig sie ihre Felder schützt. „Mit den Fairtrade-Prämien kann ich außerdem Helfer für die Ernte bezahlen und neue Arbeitsgeräte anschaffen.“

Respekt für Natur und Menschen

Für Kalyani und Nimal gehört Fairtrade zu ihrem Lebensstil: „Es geht darum, respektvoll mit Menschen und Natur umzugehen. Bevor wir ernten, zeigen wir Dankbarkeit für all das Gute, das uns die Natur schenkt. Und wir kümmern uns als Gemeinschaft umeinander.“

Nimal pflückt behutsam die schwarzen Pfefferkörner. Fun Fact: Die Pfefferkörner sind bei der Ernte grün und dunkeln erst später nach.
Ehrlich lecker.
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